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Gefährdungen durch mangelnde Gesundheitsfürsorge
Kinder sind auf ihre Eltern angewiesen. Diese müssen sie ausreichend ernähren und vor Krankheiten schützen. Tun sie dies nicht kann dies (oft schleichend) zu einer Kindeswohlgefährdung werden.

Eine gute und ausgewogene Ernährung ist für ein Kind sehr wichtig um eine gute Grundlage für dessen körperliche und geistige Entwicklung zu schaffen. Kinder lernen in erste Linie in der Familie, welches Essen gesund ist.

Eltern müssen ein richtiges Maß an Körperpflege finden (Zähne putzen, Gesicht und Hände, Körper und Haare waschen (duschen oder baden), Po sauber machen, Ohren säubern, eincremen bei trockener oder schuppiger Haut oder Sonneneinstrahlung. Auch übertriebene Hygiene kann dem Kind schaden.

Da Kinder noch keine rechtswirksame Einwilligung in medizinische notwendige Behandlungen und Untersuchungen geben können, ist dies Aufgabe der Eltern. Die Behandlungsverweigerung kann eine Kindeswohlgefährdung darstellen, wenn ohne Behandlung die Gefahr einer konkreten Gefährdung der Gesundheit bzw. des Lebens des Minderjährigen besteht.

Ein vollständiger Impfschutz ist sehr wichtig, um einen ausreichenden Schutz gegen Krankheiten wie Masern, Diphtherie und Tetanus zu bieten. Die wichtigsten Schutzimpfungen werden als Pflichtleistungen von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen und sind somit für gesetzlich Versicherte kostenfrei. Wer noch nicht krankenversichert ist, kann sich wegen der Kostenübernahme an das zuständige Sozialamt wenden.

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