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Die Elterliche Sorge
Das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland garantiert in Artikel 6, Absatz 2 allen Eltern: „Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern“ und ergänzt dies um die Klarstellung „und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht“. Umgekehrt haben also Kinder ein Recht darauf von Ihren Eltern gepflegt und erzogen zu werden. Dabei geht es gleichermaßen um körperliche wie seelische Aspekte sowie die geistig - kognitive Entwicklung. Das Elternrecht ist ein sogenanntes fremdnütziges Recht. Das bedeutet, Handlungen und Entscheidungen der Eltern sollen dem Kindeswohl (nicht dem Elterninteresse) dienen.

Die Elterliche Sorge umfasst neben der Vermögenssorge die Personensorge:
  • Pflege, Erziehung / (Berufs-) Ausbildung, Beaufsichtigung, Aufenthaltsbestimmung (§ 1631 BGB),
  • Rechtliche Vertretung des Kindes (§ 1629 BGB),
  • Umgang mit den Eltern und anderen Personen, zu denen das Kind eine Bindung besitzt (§ 1626 Abs. 3 BGB),
  • Gewaltfreie Erziehung (keine körperliche Bestrafungen, seelischen Verletzungen oder andere entwürdigende Maßnahmen, § 1631 Abs. 2 BGB).
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