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Hinweise auf sexuellen Missbrauch
Sexueller Missbrauch ist für Kinder meist ein traumatisches Erlebnis. Wie traumatisch dieser Missbrauch für das Kind ist, hängt sowohl von der Dauer als auch von seiner persönlichen Nähe zum Täter ab. Jedes Kind entwickelt Mechanismen, um den sexuellen Missbrauch zu verarbeiten. Allerdings ist jedes Kind in seiner Entwicklung individuell und hat verschiedene Verarbeitungsstrategien und Ressourcen.

Wichtig ist sensibel dafür zu sein, ob sich ein Kind auf einmal ohne erkennbaren Grund verändert. Das Kind wird vom Täter meist massiv unter Druck gesetzt, damit es nichts vom Missbrauch erzählt. Dadurch haben Kinder nur durch Verhaltensauffälligkeiten die Chance auf sich aufmerksam zu machen, aber nicht jedes Kind, das sexuell missbraucht wird, zeigt in seinem Verhalten Auffälligkeiten.

Die nachfolgenden Verhaltensweisen können Hinweise dafür sein, dass ein Kind sexuell missbraucht wird oder wurde. Sie können aber auch auf andere Probleme des Kindes hinweisen: Verletzungen im genitalen, analen und oralen Bereich; ausufernde Neugier an Sexualität; frühe sexuelle Beziehungen; offenes Masturbieren oder Exhibitionismus; unangemessenes sexualisiertes Verhalten im Sozialkontakt; Nachspielen der Tat (z.B. mit Puppen); Kennen von Wörtern, die nicht altersgemäß sind; bewusste Vermeidung von Situationen, die mit der sexuellen Kindesmisshandlung in Verbindung stehen; Furcht oder Feindseligkeit gegenüber Männern. Außerdem: Schuld- und Schamgefühle, Ess- und Schlafstörungen, Bettnässen und Einkoten, Auffälligkeiten im Sozialverhalten, Depression, Angststörungen, niedriges Selbstwertgefühl, negative Selbstwahrnehmung, selbstschädigendes Verhalten, Missbrauch illegaler und legaler Drogen, Feindseligkeit gegenüber den Eltern .

Bei einem missbrauchten Kind können auch noch Jahre und Jahrzehnte später psychische Probleme auftreten.

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